Plötzlich berühmt

27. Juli 2011

Vor Lesungen habe ich immer ein wenig Lampenfieber, das ist auch gut so. Doch neulich war ich vor einer Lesung in Erkrath RICHTIG nervös. Es handelte sich nämlich um die Schule, an der meine Frau gerade unterrichtet. Und das bedeutete, sie würde zum ersten Mal Zeugin einer kompletten Veranstaltung sein.
Ihre dritte und eine vierte Klasse bekam also das volle „S.U.P.E.R.“-Programm. Und ich danach tatsächlich eine gute Note ;-)

Nach den anschließenden Autogrammen haben die Kinder darauf bestanden, dass Sandra (immerhin Co-Autorin des Lexikons „Alles Mädchensache“, früher „Reine Mädchensache) die Karten für ihre Fans ebenfalls signieren sollte.
So hatte meine Frau spontan ihre erste Autogrammstunde – und ich war plötzlich stolz wie Oskar!

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Schweizer Lesereise

20. November 2010

Was für ein Bergfest!

Die erste Hälfte meiner Schweizer Lesereise in und um Luzern herum habe ich am Freitag redlich absolviert. Fünf Werktage, vierzehn Lesungen – von Primarstufe bis Berufsschule, Realschule und Gymnasium.
Allerdings verwirren mich die Abkürzen der Schulformen immer wieder: KKA(b/c), ORS, KS, BBZ … Häh?
Da war ich überfordert. Hinzu kommt, dass sich die Schulformen auch noch von Kanton zu Kanton unterscheiden. Wer soll da durchsteigen? Ein deutscher Zugereister ?-)

Egal. Mir sind die Zuhörer wichtig. Schüler von neun bis achtzehn Jahren. Von Auszubildenenden des Karrosseriespenglergewerbes bis zu Grundschülern waren alle dabei. Die Schulen lagen in der Luzerner Innenstadt und auf dem Land inmitten RICHTIG hoher Berge. Für mich als Flachlandpflanze recht beeindruckend.

Ich habe aus meinen Büchern vorgelesen und Crashkurse im Drehbuchschreiben durchgeführt. Die mir vorgelesenen Ergebnisse der Drehbuchwerkstätten waren teilweise wirklich beeindruckend.
Bei so ziemlich jeder Veranstaltung wurde mir hinterher ein Loch in den Bauch gefragt. Auch wenn sich viele Fragen natürlich wiederholen, ist das immer noch der Teil, der mir den meisten Spaß macht.
Und – in so ziemlich JEDER Lesung wurde ich gebeten, einmal laut „Kuchichästli“ zu sagen, was ungefähr wie „kChuchiikSchächßßschtlii!“ geklungen haben muss, „Küchenkästchen“ heißt und immer ein großer Lacher war. Worauf ich die Fragenden dann gezwungen habe, Kölsch zu sprechen: „Et hätt noch immer jot jejange“ … hehe!

Schon während der Woche entstanden die ersten neuen Facebook- und Twitter-Kontakte. Hier sind die Schweizer Jugendlichen recht aktiv, scheint es. Außerdem kamen schon die ersten positiven Rückmeldungen von Lehrer/innen und Bibliothekarinnen. Was ich erhielt, klingt durchgängig positiv. Meine vorgestellten Bücher werden in den Medienzentren ausgeliehen und vorgemerkt. Und einige Klassen lesen nun die Bücher selbst oder bekommen sie vorgelesen.

Nachmittags habe ich dann das Luzerner Umland per Auto und die wunderschöne Innenstadt zu Fuß erkundet. Außerdem habe ich teilweise hervorragend gegessen. Besonders im Hotel Rebstock, das wirklich zum empfehlen ist. Meine Meinung dazu findet sich bei „qype.com“.

Was mir aufgefallen ist: In der ganzen Woche habe ich tatsächlich kein einziges Mal den Fernseher eingeschaltet. Nur ein paar der Livestream-Lesungen auf lovelybooks.de habe ich mir auf dem Macbook angesehen. Ken Follett sogar auf dem Balkon vor dem malerischen Hintergrund der Hofkirche Sankt Leodegar.

Außerdem habe ich noch das Konservatorium Dreilinden besucht. Die Musikhochschule mit dem Fachbereich Klassik liegt in einem malerischen Park über den Dächern von Luzern. Das Gebäude machte außen und innen auf mich den beeindruckenden Eindruck eines „Mini-Hogwarts“! (Harry-Potter-Fans wissen, was ich meine ;-) Weitere Bilder der beiden Schulgebäude gibt es hier. Die Musikhochschule wird sehr wahrscheinlich einer der Handlungsorte für mein übernächstes Projekt.

Insgesamt kann ich einen Besuch von Luzern nur empfehlen. Auch ich werde sicher wiederkommen und auf jeden Fall mehr (freie) Zeit mitbringen. Denn meine Woche hier war viel zu schnell vorüber.
Am Sonntag geht nun es weiter zur Lesewoche nach Zürich. Mittlerweile ja schon zum zweiten Mal, doch natürlich an vielen neuen Leseorten. Ich bin gespannt und freue mich auf die Leserereise durch die Schweiz, Teil zwei!


Fünf Kinder sind S.U.P.E.R. !

13. September 2010

Damit meine nicht nicht die Anzahl unserer Kinder – mir reichen erst einmal drei.
(Ist ebenfalls super und viel Arbeit ;-)

Gemeint sind die Helden (im wahren Sinn des Wortes) einer zunächst auf drei Bände angelegten Reihe namens S.U.P.E.R. – Sam, Ulla, Paula, Ergun und Rafael.
Gerade ist der erste Band erschienen. Mit dem Titel: „S.U.P.E.R. – mehr als ein Held“

Zu Beginn ihrer Pubertät stellen fünf Kinder neue und zunächst beunruhigende Fähigkeiten an sich fest, die weit über das hinausgehen, was gemeinhin als „normal“ gilt.
(Aber was an einer Pubertät ist schon normal ?-)

Ergun bemerkt zum Beispiel, dass er plötzlich fliegen kann. Nur mit der Steuerung seiner neuen Fähigkeit hat er zunächst noch Probleme.
Ulla kann durch Wände gehen und mit jedem beliebigen Material verschmelzen. Sie ist eine so genannte „Formwandlerin“.
Und auch die anderen Kinder müssen mit ihren neuen Kräften umzugehen lernen.
Dass sie dabei von unheimlichen schwarzen Herren verfolgt werden, macht die Sache nicht gerade einfacher …

Weitere Informationen zum ersten Roman der Reihe wie immer unter „Bücher“.
Die Leseprobe der ersten beide Bände unter „Kapitel eins“.


DER BRUCH – Auszeichnung mit Praxistest

11. Mai 2010

Auszeichnungen freuen mich. Immer.

Auch deshalb, weil mein Marktwert oder die Verkaufszahlen steigen könnten.
Weil vielleicht der ein oder andere Buchhändler auf einen Titel von mir aufmerksam werden, das Buch eventuell sogar lesen und dann empfehlen könnte.

Hoffnung und Verstand wandern Hand in Hand durchs dunkle KonjunktivLand. Denn die Verkaufszahlen 2009 waren schei … bescheiden. Dennoch:

DER BRUCH erhielt gerade eine sehr schöne Auszeichnung – sogar mit Praxistest ;-)

„White Ravens 2010““ ist Auswahlliste der Internationalen Jugendbibliothek
Der jährlich erscheinende Katalog »The White Ravens« ist die wichtigste kontinuierliche Publikation der Internationalen Jugendbibliothek.
Sie erscheint jeweils im Frühjahr zur Internationalen Kinderbuchmesse in Bologna, Italien (…) Die Lektoren wählen 250 Neuerscheinungen aus über 40 Ländern in mehr als 30 Sprachen aus. Berücksichtigt werden Titel, die wegen ihres universellen Themas und/oder ihrer innovativen literarischen und bildgestalterischen Qualität für ein internationales Fachpublikum interessant sind.

Was mich daran besonders freut, ist die Initiative „Gegengelesen“:

Klick: Schülermeinungen zu DER BRUCH im Praxistest

Klick: offizieller Text der Initiative

Aber – um welches Buch geht es überhaupt:

Plötzlich ist Klaus wieder da. Der saß nämlich jahrelang im Knast, da war Sendepause. Jetzt verbringt Johannes fast jede freie Minute mit seinem Vater. Denn Klaus ist cool, so ganz anders als seine Mutter und Wolf, sein Stiefvater. Klaus packt das Leben an. Er tut, was er sagt. Und er nimmt Johannes ernst. Auch wenn er manchmal von jetzt auf gleich völlig ausrastet – auf Klaus ist Verlass. Doch ab und zu kommen Johannes Zweifel. Warum erzählt ihm sein Vater eigentlich nicht, weshalb er im Gefängnis war? Macht er immer noch krumme Geschäfte? Und was verbirgt sich in dem Zimmer, das für Johannes tabu ist? Klaus spielt doch nicht mit seinem Vertrauen, oder?

„Der Bruch“ von Oliver Pautsch
Broschiert: 300 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag, 1. Auflage. Januar 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522200446
ISBN-13: 978-3522200448
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weitere Pressestimmen zu „Der Bruch“:

Besprechung in der Sendung „Kinderzeit“ von RADIO BREMEN: Ausschnitt (Podcast / mp3)

Aachener Zeitung
„Autor Oliver Pautsch, 1965 im rheinischen Hilden geboren, versteht es wunderbar, sich in die Lebenswelt eines 15-jährigen hineinzuversetzen. Die Sprache des Ich-Erzählers Johannes wirkt echt und nicht aufgesetzt. […] ein Buch, das nicht nur Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen gefällt.“

Westdeutsche Zeitung
„Oliver Pautsch hat wieder zugeschlagen. Das lässt zumindest der Titel seines im Januar erschienen Buches vermuten. Weit gefehlt. Der Autor erzählt in seinem Jugendroman eine Familiengeschichte – mit überraschender Wendung.“

Amazon.de-Rezension von
Christina Liebeck „Media-Mania.de“
„Der Bruch“ ist überraschend vielseitig für ein Jugendbuch und beschränkt sich nicht auf die Themen der üblichen Problembücher, in denen kaputte Familien angesprochen werden und es meistens eine ziemlich einfache Auflösung am Ende gibt. Absolut glaubwürdig und mit leichter Hand lässt Pautsch Johannes aus der Ich-Perspektive erzählen und trifft dabei den Ton heutiger Fünfzehnjähriger, ohne sich dabei anzubiedern. Das Ende ist sehr überraschend und clever durchdacht. Insgesamt ist Der Bruch“ ein wirklich uneingeschränkt zu empfehlendes Buch: superspannend, intelligent, realitätsnah – dieser Roman gibt Lesern ab dreizehn Jahren auf jeden Fall einiges zum Nachdenken und wird vor allem Jungen ansprechen!“


Was sagt die Presse zu „SEELENTÖTER“ ?

29. Dezember 2009

Eine kleine Presseschau zum neuen Roman:

Interview in der Solinger Wochenpost:
„Ich schreibe keine Wanderführer“

Rheinische Post:
„Hanna Broder sieht rot“

Solinger Tageblatt:
„Broder ermittelt wieder“

Da bleiben wir dran ;-)

Weitere Presse zu Lesungen (noch nicht „Seelentöter“)

Drei Wünsche frei für Jakob (in Husum)

und auf dem Lesefest Eltville


Leseproben im Netz

25. August 2009

Habe gerade online konsumierbare Leseproben einiger meiner Bücher bei Libreka.de im Netz gefunden. Viel Spaß!

Der Bruch

Doppeltes Risiko

Verloren im Netz

Mordgedanken


Abschied und Neubeginn

21. Juli 2009

Man sollte nicht meinen, wie schwer es mir gerade fällt, die letzten Sätze im alten Büro in die Tasten zu hauen. Die letzte Session geht hier und jetzt ihrem Ende entgegen!
Fast alle Kisten sind gepackt. Morgen werden die großen Teile, wie Schreibtisch und Regale von einem Freund und mir ein Stockwerk tiefer auf die Wohnung verteilt.

Rückblickend sind in diesem Apartment hier im zweiten Stock alle meine Bücher entstanden. Sieben Romane und zwei Sachbücher. Beginnend mit MORDGEDANKEN, noch vor Luis‘ Geburt im Jahr 2003.
(Ich weiß noch genau, wie nervös ich war. Wegen der Geburt UND wegen meinem ersten Roman ;-)

Nun haben meine Frau Sandra und ich gerade die Arbeit am Mädchenlexikon REINE MÄDCHENSACHE beendet. Bis auf die Druckfahnen, die noch ausstehen.
Und auch die Fahnen des zweiten Itter-Krimis SEELENTÖTER um Hanna Broder und ihre Kollegen werde ich nicht hier, sondern ein Stockwerk tiefer in der improvisierten Büroecke bearbeiten.

Da nach den Sommerferien nicht nur Luis eingeschult wird, sondern auch Sandra wieder in Düsseldorf an ihrer Grundschule unterrichtet, werde ich in der neuen Kombination als Hausmann und Autor erst einmal von der Wohnung aus wirken. (Wenn ich denn zum Wirken komme, denn Jakob ist ja auch noch da ;-)
Also lautet das neue Motto: früh aufstehen und keine extremen Nachtschichten mehr. Das wird ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Und das, obwohl der Abgabetermin für den nächsten Roman schon wieder mit Riesenschritten auf mich zueilt …

Coverleiste 2009 klein


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