Täglich Brot

19. April 2015

Darf ich kurz angeben, Freunde?

Bin eben nach einer Lesewoche in Südtirol wieder hier im Rheinland aufgeschlagen. Über 821 Kilometer Rückfahrt mit einem betagten Opel Zafira. Eine tolle Lesewoche mit zwölf Veranstaltungen für etwa 600 Schülerinnen und Schüler von 8 bis 13 Jahren und insgesamt sicher 2.000 zurückgelegten Kilometern.

Wir waren im Vinschgau, in Meran, Bozen, Brixen. St. Leonard und garantiert habe ich zu viele ausgelassen, sorry. Aber es waren eben so VIELE! Es waren tolle Begegnungen, viele tolle Fragen und daher sehr gute Gespräche.

Auch mit den anderen Kollegen, bei denen man die mir von Schülern gestellte Frage „Bist du berühmt?“ – (Wer ich? Nää!) – eindeutig mit „Ja“ beantworten kann. Ich nenne nur drei Künstler , die ich persönlich neu und näher kennenlernen durfte:

Regina Schwarz

Reinhard Michl

Michael Stavaric

Was mich bei den jungen und alten Hasen immer wieder berührt und inspiriert, ist ihre Kunst. Ihre Passion und das Durchhaltevermögen. Sich jeden Tag der Herausforderung zu stellen, Kindern und Jugendlichen vorzuführen, was das Machen von Büchern bedeutet. Und: Wie toll es sein kann, sich von Büchern forttragen zu lassen, indem man einfach nur eine Seite betrachtet und dann umblättert.

Für Verlage und natürlich auch uns ist es ein Geschäft und soll(te) natürlich auch täglich Brot sein. Aber mal ganz abgesehen von der Kohle: Die vielen Begegnungen auf Lesereisen sind Bewährungsproben unserer Arbeit, Inspiration zugleich.

Am Schreibtisch, ganz allein mit uns und der Geschichte, oder im Gespräch mit Lektoren, haben wir nicht das, worum es geht. Vorher ist es nur Herstellung und Handwerk. Doch wenn du während einer Lesung SIEHST, im Gesicht des Zuhörers, was du in seiner oder ihrer Gehirnchemie auslöst (oder anrichtest ;-) bekommst du die Quittung dessen, was dich und deine Komplizen lange Zeit zuvor beschäftigt hat.

Es ist ein dermaßen komplizierter und interessanter Prozess, immer wieder faszinierend. Der NIEMALS langweilig wird. Auch nach tausenden von Veranstaltungen nicht. (Die Tausend habe ich noch nicht voll. Oder? Bin zu müde, um das jetzt auszurechnen. Egal. Ihr wisst, was ich meine.)

Was habe ich gelernt?

– Selbst im abgelegenen Bergdorf spielen Kinder die gleichen Computerspiele, wie die zwei Jungs unserer Brut. Bei „Minecraft“ und „Starbound“ leuchteten viele erkennende Augen auf. Begeistert!

– „Star Wars“ ist eine … ein … Phänomen. Mir fehlen dafür die richtigen Worte. Es geht weniger um den Merchandise-Wahnsinn. Mehr um die Dimension generationenübergreifende Begeisterung. Denn ICH bin damit aufgewachsen, Leute – und werde dieses Jahr Fünfzig! (Menno!) So steht also ein alter Fan vor neuen Fans!

– Südtiroler Eltern könnten mehr VORlesen. Bei meinen (nicht repräsentativen) Umfragen, stellte sich heraus, dass ganze Schulklassen bei der Frage „Wird oder wurde euch früher…) mit „Nein“ votierten. Vor mir saßen aber trotzdem überdurchschnittlichge viele LeserInnen. Hmm. Verwirrend.

– Rheinländer reden zu schnell. Und quasseln vielleicht auch zuviel. Zumindest ich. Also ab und zu den Gang raus und für zweisprachige Berg- und Talvölker die Taktzahl reduzieren. Wir wollen ja nicht schnell fertig werden. Müssen ja auch nicht ALLES unterbringen. Sondern uns auch mal zurücklehnen und langsam genießen. Slowread sozusagen.

Das war’s eigentlich. Erstmal. Sacken lassen.

Hier steht noch die offene Reisetasche. Alle Mitbringsel rausgerissen. Die neuen Tricks auf dem Trampolin angesehen. Vorgelesen auch. Zweimal privat. Einen Cheat für das neue Computerspiel „Dragons hassenichtgesehen“ sollte ich noch installieren. Musste aber wegen fieser Abofallen leider abgebrochen werden.

Das ganze andere Zeug ist ist noch im Auto. Duschen wäre eine gute Idee und … ach ja, Essen!

Bevor meine Frau die Segel eben strich, wechselten wir noch drei Sätze. Richtig gesprochen wird morgen.

Sie: „Sag mal, hast du eigentlich keine Fotos von der Lesereise gemacht? Du hast ja nichts geschickt. Nur das Bild der Eidechse für Luis. Wo sind die Berge? Die Täler, wie war das Hotel?“

Er: „Äh … Du machst mir sonst immer die Hölle heiß, wenn ich dir was vorschwärme von den Reisen. Weil du nie mitkommen kannst. Deshalb keine Panoramen oder Tellerbilder!“ (Von z.B. Lammnüsschen oder der grandiosen Fischsuppe, hehe – das habe ich aber natürlich nicht gesagt)

Wenn die Kinder größer sind und meine Lehrerin nicht gerade selbst in der Schule unterrichten muss, nehme ich sie mit. Auf Händen getragen. Das ist ein fester Vorsatz.

Denn: Es war (anstrengend und) klasse. Und lecker.

Es bleibt letztlich: „Arbeiten, wo andere Urlaub machen!“

Großartig.

Ah. Da war ja noch was. Mein einziges Foto. Die Eidechse in Bruneck:

Eidechse

Gute Nacht. Buona notte! Olé

P.S.: Dies ist ein NICHT professionell lektorierter oder redigierter Text. Lediglich die aktuelle Momentausgabe. Bei Fehlern und möglichen Nebenwirkungen kontatieren Sie bitte den nächstgelegenen Kontaktbereichssprachbeauftragten. Danke für Ihre Geduld !-)

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Ein Geschenk! Ein Geschenk!

8. Dezember 2014

Pünktlich zum Fest (und auch danach) trenne ich mich von Restbeständen meiner nicht mehr lieferbaren Titel zum Einheitspreis von 9,90 Euro. Gern signiert, auf Wunsch auch mit Autogrammkarte.

Bücher

Die Hanna Broder-Krimis „Tödliche Stille“, „Seelentöter“ und die Labyrinthe-Krimis für Jugendliche (ab 13 Jahren) „Mordgedanken, „Sie kriegen dich“, „Verloren im Netz“ und „Doppeltes Risiko“ spielen alle in Hiden und Umgebung. Die S.U.P.E.R.-Bücher spielen in Köln.

Leseproben unter: https://oliverpautsch.com/kapitel-eins/

Versand ab zwei Titeln kostenfrei. Oder Abholung in Hilden täglich ab 15.00 Uhr.

Bestellungen bitte per eMail an mich.


Der bundesweite Vorlesetag

20. November 2014

Der Vorlesetag ist eine großartige Initiative zur Leseförderung. Sollte eigentlich wöchentlich veranstaltet werden ;-)

Leseoase

Liebe Leser,

bereits seit 11 Jahren gibt es den „Bundesweite Vorlesetag“. Unter dem Motto „Wir lesen vor“ wurde er 2004 von DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung ins Leben gerufen. Und wir in Hilden waren von Beginn an dabei! Am 21.11. ist es wieder soweit. In Hilden wird vorgelesen!

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Was ist das Ziel des Vorlesetages? Warum wurde er ins Leben gerufen?
„Der Bundesweite Vorlesetag setzt ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen“ ist auf www.vorlesetag.de zu lesen.

Wer in Hilden eignet sich besser, diesen Tag zu organisieren als die Stadtbücherei? Das dachten wir auch 2004 und haben alle Kitas, Schulen und viele weitere Institutionen angeschrieben. Viele meldeten sich Jahr für Jahr und ermöglichten vielen Kindern außergewöhnliche Vorlesemomente. Aber auch die…

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Download „Ein einfacher Auftrag“ – Die komplette Dokumentation

27. September 2014

Wer sich für die komplette Dokumentation zum Kurzfilm „Ein einfacher Auftrag“ interessiert, hat unter diesem Link die Möglichkeit, das Dokument als pdf-Datei herunterzuladen:

https://www.dropbox.com/s/wxowqv2e90zdu2p/EIN%20EINFACHER%20AUFTRAG%20Handbuch.pdf?dl=0

Die 78 Seiten enthalten:

– Kurzgeschichte „Ein einfacher Auftrag“

– Drehbuch „Ein einfacher Auftrag“

– komplettes Storyboard des Regisseurs Raymond Boy

– Briefe der (nicht) Sponsoren ;-)

– offizielles Fax der AMPAS (Academy of Motion Picture Arts and Sciences) über die Verleihung des Studenten-Oscar 1997 (Best Foreign Entry)


Von der Kurzgeschichte zum Kurzfilm

19. Februar 2014

Es ist kein Geheimnis mehr, dass ich nicht nur Romane schreibe.
Meine Karriere als Drehbuchautor hat mittlerweile sogar mehr Jahre auf dem Buckel als die meisten meiner Zuhörerinnen und Zuhörer ;-)

Bei den Lesungen aus meinen Büchern an Schulen und in Bibliotheken nehmen im Zeitalter von Multimedia und Co die Fragen beständig zu, wie ein Drehbuch geschrieben wird und wie Fernsehserien und Filme entstehen.
Um dieses riesige Themenfeld mit einem Beispiel aus meiner Arbeit verständlich zu machen, habe ich aus der Entstehungsgeschichte einer meiner ersten Kurzgeschichten aus der auch ein Film wurde, folgende Veranstaltung konzipiert:

„(K)ein einfacher Auftrag – Von der Kurzgeschichte zum Drehbuch und vom Kurzfilm zum OSCAR“

Den Kurzfilm „Ein einfacher Auftrag“ kann ich hier nicht zeigen, das würde zuviel verraten. Jedoch eine kurze Berichterstattung der Deutschen Welle über den Regisseur, den Film (mit Ausschnitten) und den OSCAR von damals.
(Sonst glaubt mir ja wieder keiner ;-)

Zu der Veranstaltung selbst: Eine Kombination aus der Lesung meiner Kurzgeschichte „Ein einfacher Auftrag“, Vorführung des daraus entstandenen Kurzfilms gleichen Titels und Gespräch mit Anschauungsmaterial in Form von Bildern der Dreharbeiten, Auszügen aus dem Drehbuch von mir und den gezeichneten Storyboards des Regisseurs Raymond Boy. Dazu natürlich viele Anekdoten und Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte.

Student Academy Award Logo

(Also wie immer bei meinen Veranstaltungen: VIELE Fragen und Antworten in beide Richtungen, das MACHT ja den Spaß ;-)
So kann ich schon ab einer Stunde Veranstaltung erfolgreich den ersten Eindruck vermitteln, wie Geschichten und Filme entstehen. Und natürlich ganz konkret, wie (mit viel Glück) aus einer kurzen Geschichte ein toller Film mit grenzüberschreitender Wirkung werden kann.

EINFACHER AUFTRAG 01

Weitere Informationen unter dem Menuepunkt: Filmveranstaltungen & Workshops

Hier finden Sie die zugehörige pdf-Datei der kombinierten Film-Lesung zum Herunterladen und Ausdrucken.

Meinen Zettel mit Vita, allen Titeln und Veranstaltungen gibt es als pdf-Datei „PautschVita2014“ hier zum Ansehen, Herunterladen und Ausdrucken:

VITATHUMB

EINFACHER AUFTRAG 02

Anfragen und Buchungen direkt:


Was ich im Deutschen Fernsehen NIE WIEDER hören möchte:

11. Februar 2014

Aus ständig aktuellerem Anlass:
(Bestehende Reihenfolge entspricht NICHT dem Grad meiner Abneigung)

„What the fuck!?“
(Til Schweiger „Kuckuckweh“ Teil 1-33)

„Ist am Nachmittag eine Bombe hochgegangen…“
(Tagesschau und Heute)

„Bingo!“
(Arhhg. Das SCHLIMMSTE Wort als Erkenntnisaussage im Krimi WELTWEIT -> wir erinnern uns: BINGO ist eine extrem bewegungsarme Sportart für Frühvergreiste und Ältere, in der … Ach was, google that!)

„Wurde das durch den …“ (oder) „Wir haben das durch den Computer gejagt. Leider ohne Ergebnis.“
(„Ach, echt. Ihr habt das ‚gejagt‘? Ihr Idioten?“, möchte man Schauspielern, Moderatoren und Nachrichtensprechern gern mit weiteren lauten Flüchen ((„What the …!?“)) zurufen. „Wie wäre es den mal mit einem DATENABGLEICH?!“

Ach, was reg‘ ich mich auf.
In diesem Sinne „gottdämmitwottsefack!“
Olé

(Diese Liste darf gern erweitert werden)

Und bald starten wir: „Was ich im Deutschen Fernsehen nie wieder SEHEN möchte…“


QualitätsZeit – oberes Management

17. Januar 2014

Mir ist heute beim dritten Durchgang des CARS-Puzzles mit meiner Tochter etwas klar geworden – nicht zum ersten Mal:
Die Zeit am Tisch oder auf dem Teppich – beim gemeinsamen Essen, Spielen, Puzzlen oder einfach nur Quatsch oder Ga’Nix machen, nebeneinander vor der Glotze lachen, auf diese
($§F,ck$!!) winzigen iPod-online-Spiele des Sohns starren, wo sich minikleine Clans bekriegen (und ich nix aber auch ga’nix kapiere oder erkennen kann) …

Kinderzeit

Da kann ich mir TROTZDEM (Lieblingswort) im Zeitmanagement jede (aber ABSOLUT JEDE!) ProjektVor- oder Drehbuchbesprechung für sparen.
Verschwendung. REINE Verschwendung. Heiße Luft. Energie. Und Zeit.
Preisverleihung? Phh…
Lesung? Ja, gut, das geht. Ist auch QualitätsZeit. Weil Begegnung mit ähnlich klugen QuerKinderKöpfen wie hier zu Hause. Aber:

Diese vielen Stunden Zeitverschwendung mit „Vielleicht/und/Bietedochmalwas an“-Projekten und „Ichmöchtejagern“-Produzenten? und „SiemüssenkommensieKÖNNTENjadenPreis…“
Noch mehr? Jahre meines Lebens? Verschwenden?

Nä. Ab 2014 ist das vorbei. Ab JETZT. IST: SCHLUSS. DAMIT. ! .

Es gibt natürlich ein paar kritische und ängstliche „publish-or-parish“-Stimmen.
(sinngemäße Übersetzung: „Publiziere oder Verschwinde“)
Auch meine Innere Stimme(n). Die mir im Hinterkopf empfehlen, SOSCHNEEELLUNDSSSOVIEELWIEMÖÖÖGLICH (brüll!) zu produzieren. Und AUF JEDEN FALL AAAALLES (wiederbrüll!) mitzunehmen, was es an Chancen und Themen und Jobs undundund abzugreifen gilt. Schnell und sofort.

Aber da ist halt diese Zeit am Tisch und auf dem Teppich. Mit den Kindern und der Frau.
Zeit, die mich inspiriert und versorgt.
Und selbst WENN die Kohle irgendwann nicht mehr reichen sollte (Innere UND Äußere Stimme !-), dann wird es eben ein KLEINERER Tisch und ein KLEINERER Teppich.
Auch gut, denn:

Zeit kann man nicht verkleinern.
Nur damit geizen.

FAZIT (das Ganze ist eh schon zu lang):

Wer uns einen Preis BRINGEN möchte, gern!
(Abholen war voll dreizehn ;-)

Wer uns einen hochriskanten („Isterstmalschlechtbezahltaberwenndasdannmal…)-Job vorschlagen möchte. NEIN. Oder … hmm. Wir kombinieren das vielleicht:

Wer seine Zeit 2014 sinnvoll verbringen möchte, kommt einfach HIER vorbei.
Wir haben viele Puzzle, Bügelperlen, Lego, Playmobil ohne Ende –
und jede Menge hochqualitativer Zeit! Vielleicht auch für DEINEN Bullshit ;-)

Herzlich willkommen.
Olé (The Ultimative Trotzdem Thing)


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